Kennen Sie die wichtigsten Aktien-Kennzahlen?

Wichtige Aktien-Kennzahlen

Wer Aktien kaufen möchte, sollte ein Basiswissen nicht nur über die verschiedenen Aktienarten, sondern auch über die wichtigsten Kennzahlen mitbringen.


Wie sich ein Aktienkurs entwickelt, hängt wesentlich vom wirtschaftlichen Erfolg der Aktiengesellschaft ab. Mithilfe der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden diverse Kennzahlen berechnet, die über die Ertrags- und Finanzkraft und die aktuelle Bewertung des Unternehmens an der Börse Auskunft geben. Veröffentlichte Ergebnisse werden in der Regel sehr rasch an der Börse "eingepreist" und können zu Kursveränderungen führen.

Hier finden Sie einen Überblick über wichtige Kennzahlen:

Eigenkapitalquote (EKQ): Die Eigenkapitalquote gibt Auskunft über die Kapitalstruktur eines Unternehmens, genauer über das Verhältnis von Eigenkapital zum Gesamtkapital. Je höher der Eigenkapitalanteil ist, umso solider wird die Finanzlage des Unternehmens und umso niedriger wird das Gläubigerrisiko eingestuft.

EBIT und EBITDA: EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) und EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) sind Kennzahlen für die Ertragskraft einer Aktiengesellschaft. Je höher die beiden Zahlen ausfallen, desto besser, da dies ein Zeichen für einen höheren Gewinn aus dem operativen Geschäft ist. Die Steuern werden vor allem deshalb herausgenommen, damit Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern mit verschieden hohen Steuern miteinander verglichen werden können.

Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV): Das Kurs-Buchwert-Verhältnis gibt den Marktwert des Eigenkapitals an der Börse (Kurs) im Verhältnis zum Wert des Eigenkapitals laut Bilanz (Buchwert) an. Je höher das KBV ist, desto positiver wird die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens eingeschätzt.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist die wohl bekannteste Kennzahl am Aktienmarkt. Sie stellt das Verhältnis des Kurses zu dem für einen Vergleichszeitraum bestimmten oder erwarteten Gewinn je Aktie dar. Dafür werden in der Regel Schätzungen für zukünftige Gewinne angestellt. Bei der Beurteilung des KGV müssen auch immer die Begleitumstände mitberücksichtigt werden. Auch variiert die Höhe des KGV in den verschiedenen Branchen stark. So herrschen in der Regel in Zukunftsbranchen wegen der höheren Gewinnwachstumschancen höhere Werte vor. Das KGV sollte daher immer branchenintern verglichen werden.

Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV): Das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis drückt das Verhältnis des Kurses zu den zu erwartenden Mittelzuflüssen aus. Es kann ergänzend zum KGV herangezogen werden. Je niedriger das KCV ist, desto günstiger ist eine Aktie.

Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV): Mit dem Kurs-Umsatz-Verhältnis wird der Marktwert eines Unternehmens mithilfe des Umsatzes beurteilt. Dabei wird der aktuelle Börsenkurs durch den Umsatz je Aktie geteilt. Ein Vergleich ist nur innerhalb einer Branche sinnvoll.

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