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Es geht in Richtung Normalisierung zurück

Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny zu Gast in der RLB

Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny war im Rahmen einer Mitgliederversammlung der IV Kärnten Ende November zu Gast im Eventplateau der Raiffeisenlandesbank Kärnten. Er skizzierte dabei die Möglichkeiten einer neuen Notenbankpolitik und „Exit-Strategien“ aus der Krise.

Die Quasi-Greenspan-Doktrin, dass sich Notenbanken nur an den Verbraucherpreisen zu orientieren hätten, dürfte laut Nowotny zu den Akten gelegt werden müssen. Ob man allerdings – als gebranntes Kind – etwa andere Parameter wie die Immobilienpreise mit heranziehen könne, ist mehr als offen. In diesem Falle wären wohl auch andere Instrumente der Bankenregulierung nötig. Nowotny nannte hier allgemein eine bessere Eigenkapitalunterlegung. Diese bessere Eigenkapitaldecke müsse aber auch im Besonderen für bestimmte (besonders riskante) Geschäfte gelten. Darüber sei beim großen Jackson Hole Symposium der Notenbänker in den Rocky Mountains bereits intensiv diskutiert worden. Allerdings noch ohne Ergebnis. 

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RLB Vorstandsdirektor Mag. Peter Gauper, IV-Kärnten-Vizepräsidentin Monika Kircher-Kohl, 
Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny (v. l.)

Sehr positiv sieht Nowotny die Tatsache, dass weltweit die Notenbanken mit ihrer massiven Ausweitung der Liquidität die Krise in den Griff bekommen hätten. Wenn man sich allerdings die aktuelle Währungspolitik ansehe, dann trage Europa die Hauptanpassungslast. Vor allem die chinesische Währung müsse dringend aufgewertet werden, forderte Nowotny.

Was kommt nach der Krise?
Die Rezession sei nun zwar im technischen Sinn beendet („es geht in Richtung Normalisierung“), so der Notenbankpräsident weiter, aber es sei keineswegs ausgemacht, dass die Wirtschaft wieder auf einen stabilen Wachstumskurs zurückkehre. Das werde auch davon abhängen, wie früh man mit dem dringend nötigen Budgetkonsolidierungskurs beginne.

Die Tiefe der Krise könne man auch am in Österreich um 7 Mrd. Euro gesunkenen Steueraufkommen ablesen. Die Exit-Strategie könne etwa so aussehen, dass die Zentralbanken zunächst auf der Liquiditätsseite etwas tun (Rückführung der Bilanzen) und dann erst auf der Zinsseite.

Im Anschluss an den Vortrag in der Raiffeisenlandesbank Kärnten wurde noch eifrig über die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und Möglichkeiten zur Verhinderung einer neuen diskutiert.