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Eine Anlageklasse, welche insbesondere im Rahmen der Finanzmarktkrise in den Mittelpunkt des Anlageinteresses gerückt ist, stellen Rohstoffveranlagungen dar. Die Veranlagung kann dabei in unterschiedlichster Form, von effektivem Goldkauf bis hin zum derivativen Finanzinstrument, erfolgen.
Das letzte Zahlungsmittel im Ernstfall
Effektive Rohstoffveranlagungen sind zwar umständlich und teuer umzusetzen, allerdings in dramatischen Krisenfällen tatsächlich als das letzte Zahlungsmittel zu betrachten. Diamanten, Gold oder Silber kann somit eine Zahlungsfunktion zugeschrieben werden. Der Anleger muss jedoch berücksichtigen, dass kleine Stückelungen in Gold- und Silbermünzen mit entsprechend hohen Spannen zwischen An- und Verkaufspreis gehandelt werden. Weiters unterliegen Silberbarren einer USt-Belastung.
Investmentfonds und Rohstoffe
Im Segment der Investmentfonds ist zwischen Rohstoffaktienfonds (Aktien von rohstoffproduzierenden Unternehmen) und Rohstofffonds, welche sich der Terminmärkte (Futures etc.) bedienen, zu unterscheiden; denn es gibt nämlich keinen Investmentfonds der effektiv Rohstoffe in riesigen Lagern bunkern kann.
Aktien von rohstoffproduzierenden Unternehmen spiegeln nicht gezwungenermaßen die Rohstoffpreisentwicklung wider, da viele unternehmens- und marktspezifische Eigenheiten zum Tragen kommen können. Auf lange Sicht sind sie jedoch eine geeignete Variante des Abbildens dieser interessanten Anlageklasse, da diese Unternehmungen natürlich auch auf Profitabilität ausgerichtet sind.
Investmentfonds, die sich der Terminmärkte bedienen, gehen von einem Funktionieren dieser Märkte aus, was allerdings in außergewöhnlichen Marktsituationen nicht gewährleistet werden kann. Weiters besteht oftmals auch ein besonderes Kontrahentenrisiko (Vertragspartner können beispielsweise eingegangene Verpflichtungen nicht erfüllen) und dieses Risiko muss für werthaltig orientierte Anleger jedenfalls Erwähnung finden.
In Zertifikate investieren
Eine weitere Alternative wird durch sogenannte Zertifikate ermöglicht. Diese können diverse Marktindizes (Rohstoffindizes bzw. Rohstoffpreise), aber auch von Finanzinstitutionen individuell gestaltete Rohstoffkörbe, abbilden. In diesem Fall ist, nicht zuletzt augrund der Erfahrungen nach der Lehman Brothers-Insolvenz, das Emittentenrisiko zu berücksichtigen.
China investiert in Beteiligungen
Abschließend möchte ich noch auf den Rohstoffhunger der chinesischen Volkswirtschaft hinweisen. Beispielsweise ist China der größte Verbraucher von Eisenerz, hat jedoch selbst keine Ressourcen. Peking investiert daher vor allem in Afrika und Asien in Beteiligungen an Bergwerken, Fabriken und Schürfrechten. China pumpt dabei auch Milliarden in die Ölbranche, der CIC (China Investment Corporation) hat sich im vorigen Jahr massiv in Rohstoffkonzerne in Indonesien, Russland, Kanada und Kasachstan eingekauft, was angesichts der vorhandenen Währungsreserven (Schätzungen sprechen von 2 – 3 Bio. USD) und der Vorbehalte gegenüber US-Staatsanleihen noch einiges an Potential erkennen lässt.
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Auf einen Blick:
Ein Future wird auch Bösen-Terminkontakt genannt und ist ein verbindlicher Börsenvertrag zwischen zwei Parteien, eine Art von börsegehandelten Termingeschäften.
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