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Die Raiffeisenlandesbank Kärnten und das Referat Frau in der Wirtschaft der Wirtschaftskammer machten am 21. Oktober wieder einmal gemeinsame Sache. Unter dem Motto "Erfolgreich mit den Waffen der Frauen" holten Sie die Wirtschaftstrainerin Christine Bauer-Jelinek ins RLB-Eventplateau. Ganz nach dem Vorbild von Scarlett O´Hara, Heldin des Romans "Vom Winde verweht", versprühte die Wirtschaftstrainerin Selbstvertrauen unter den rund 300 Teilnehmerinnen. Selbstvertrauen bewiesen aber auch die geschätzten 15 Herren, die ebenfalls mehr über die Waffen der Frauen herausfinden wollten.

Elisabeth Zehetner, Bundesgeschäftsführerin Frau in der Wirtschaft, Wirtschaftscoach Christine Bauer-Jelinek, VDir. Peter Gauper und Sylvia Wostal, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft.
Gestalten und entscheiden
Für Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher steht eines fest: "Frauen sollen sich vermehrt in die Interessenvertretung einbringen." Was das Thema Macht betrifft, hat Gastgeber und RLB-Vorstandsdirektor Peter Gauper klare Vorstellungen: "Macht ist gestalten und entscheiden. Und das heißt Verantwortung übernehmen." So werden laut Gauper zwei Drittel der Kaufentscheidungen von Frauen getroffen, auch was Vorsorge oder Kredite betrifft. Mehr als 50 Prozent beträgt der Frauenanteil in der Raiffeisenlandesbank. "Frauen treffen bei uns viele stille Entscheidungen", ist sich Gauper sicher. Für Sylvia Wostal, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, ist Angela Merkel das Vorbild schlechthin für starke Frauen in Führungspositionen: "Sie agiert weder typisch männlich, noch typisch weiblich."
Argumentieren statt moralisieren
Aber wie setzen jetzt Frauen ihre Waffen wirklich ein? "In der Waffenkammer müssen möglichst viele Instrumente sein", sagt Bauer-Jelinek. Auch für die Wirtschaftstrainerin ist Angela Merkel Sinnbild einer starken Frau, aber: "Merkel hat sich ihre Inszenierung auch ganz bewusst machen lassen." Das muss natürlich nicht sein. Für Bauer-Jelinek gibt es für Frauen bestimmte Insignien der Macht. Denn die Eigenschaften der Mutter und Geliebten haben schon lange ausgedient. So sollen Frauen argumentieren statt moralisieren. "Gehen Sie nie mit Vorwürfen in eine Besprechung", sagt Bauer-Jelinek. Nutzen vermitteln ist eine weitere Erfolgstrategie. Und: "Trennen Sie die Funktion von der Person."
Statussymbole
Was das Thema Kleidung betrifft ist sich Bauer-Jelinek sicher: Formelles zeitloses Outfit sei angesagt und bitte nie mehr als fünf glitzernde Teile anlegen. "Ihren Charme müssen Sie deshalb nicht über Bord werfen", so die Trainerin. Nur Unternehmerinnen können sich so verpacken, wie es zum Geschäft passt. "Das kann auch ganz bunt sein." Trotzdem kann Bauer-Jelinek von einigen Statussymbolen nicht abraten. "Fahren Sie einen Audi und nicht mit dem Fahrrad, nur weil das umweltfreundlicher ist", so Bauer-Jelinek, die den Teilnehmerinnen noch einen letzten Tipp auf den Weg gibt: "Im Wettbewerb gibt es taktische Fouls. Seien Sie nicht zimperlich!"
Im Anschluss an die Veranstaltung konnte man sich bei Christine Bauer-Jelinek noch ganz persönliche Tipps holen. Außerdem signierte die Autorin ihr aktuelles Buch "Die helle und die dunkle Seite der Macht". Bei chilliger Musik und kleinen Leckerbissen blieb dann noch genug Zeit, um ausgiebig über die Waffen der Frauen zu diskutieren – auch mit ein paar mutigen Männern.
Zitiert:
Franz Pacher:
(auf die Frage, ob er vor mächtigen Frauen Angst habe)
"Die mächtigste Frau ist meine eigene. Von der hab ich aber keine Angst."
Peter Gauper:
"Zwei Drittel der Kaufentscheidungen werden von Frauen getroffen."
"Insbesondere das Thema Zukunftsvorsorge spielt für Frauen eine große Rolle."
Christine Bauer-Jelinek:
"Es gibt das Gerücht: Die Bauer-Jelinek soll ja privat ganz nett sein ;-)"
"Macht hat kein Geschlecht."
"Frauen studieren schneller, haben die besseren Noten, kommen aber nicht an die Schalthebel der Macht."
"Nicht alles, was Männer sagen, ist schlecht."
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